Gayatri Mantra

Wenn du dich heller, leichter, freier, unabhängiger von dem Bla Bla in deinem Geist fühlen möchtest und dunkle, beschwerende Gedanken und Gefühle loslassen willst, kann ich dir das Gayatri Mantra empfehlen. Das Coole: du connectest dich dabei auch mit dem, was du wirklich bist : deiner Seele, atman, Licht  –  wie auch immer du es nennen möchtest.

Und wenn man dauerhaft mit dem verbunden ist, wer man wirklich ist, ist das so viel süßer als Sex, drugs & Co., sprich, alles, was man außen so bekommen kann.

Eine Möglichkeit zu üben:

Mit dem Gayatri Mantra. Genauer gesagt, dem Smarta Gayatri Mantra.

Beim Gayatri Mantra ist das Objekt der Meditation die Sonne.

Das Objekt, auf das du meditierst, sollte idealerweise sattvische Qualitäten haben.

Sattvisch = klar, hell, ruhig, friedlich

Wenn ich mich auf schmerzvolle oder dunkle Dinge (tamasische Eigenschaften) konzentriere, zieht mich das runter.

Wenn ich mich auf erhebende, helle, gütige Dinge (sattvische Eigenschaften) konzentriere, dann zieht mich das hoch.

Adrienns Lehrer, A.G. Mohan, Quelle: svastha.net

„You become what you think.“

A.G.Mohan

Sonne ☀ repräsentiert im Vedischen Denken den atman, das Selbst, das was ich wirklich bin.

Mond 🌙 den Geist.

Der Mond 🌙 ist veränderlich.

Die Sonne ☀bleibt immer gleich.

Der Geist kann dunkel sein, wenn deine Gedanken und Gefühle zeitweise dunkel sind.

Deine Seele ist immer hell, unzerstörbar, unsterblich.

Und noch was: die Sonne mag jeden, egal ob Freund oder Feind. Sie schenkt ihr Licht jedem.

Okay, sattvisches Meditationsobjekt. Check ✔

Die Meditation auf die Qualitäten der Sonne (Licht, Wärme) soll mich an das erinnern, was ich wirklich bin: Licht.

Das Licht ist schon in mir, ich muss nichts dazu tun.

Was ich machen muss: die Dunkelheit/ Unreinheiten in meinem Geist entfernen, damit ich zum Licht innen wieder durch gucken kann. Das Dunkle in unserem Geist kann z. B.  durch Essen, Alk, Gewaltfilme, aggressive Rede etc. entstehen.

Das Gayatri Mantra kann man sehr gut als Ritual üben in Kombi mit der Sonne ☀

Wie Du mit dem Gayatri Mantra über kannst

Schritt 1

Draußen wäre super, so dass dir die Sonne auf die Mitte der Brust scheint.

Du lässt die Augen offen, schaust zum hellen Himmel oder mit teilweise geschlossenen Augen Richtung Sonne (vielleicht nicht direkt rein 😉 ).

Du formst mit deinen Händen ein Mudra (eine Handgeste), das aussieht wie eine Schale.  (Mudra 1)

Rezitierst laut das Gayatri Mantra.

Das Mantra ist dafür da, um dunkle Gedanken und Gefühle zu reinigen.

Du kannst dir vorstellen, du bläst mit dem Mantra die Wolken (= schwere Gedanken + Gefühle) weg. Und dann siehst du die Sonne wieder.

Oder du putzt ein verrußtes Windlichtglas. Und dann siehst du die Kerze innen wieder.

Schritt 2

Nachdem du fertig rezitiert hast, formst du ein zweites Mudra, wo die Mittelfinger zum Herzpunkt zeigen.  (Mudra 2)

Der Herzpunkt liegt 12 Finger oberhalb des Bauchnabels, ungefähr auf Höhe der Brustwarzen.

Der Herzpunkt ist laut Veden der Sitz deiner Seele.

Dann schaust du mit geschlossenen Augen zum Herzpunkt, die Mittelfinger zeigen zum Herzpunkt.

Versuche jetzt das Licht, das du außen wahrgenommen hast, auch innen zu spüren. Lass dir ein bisschen Zeit damit. Manchmal dauert es ein bisschen, bis man das Licht innen spüren kann.

Wenn du es dir am Anfang nur vorstellst, ist es auch ok.

Fake it till you make it, passt hier gut.

Schritt 3

Danach formst du die Handgeste, die aussieht wie eine Lotosblüte, als Geste der Dankbarkeit gegenüber der Sonne, die dich mit ihrem Licht von außen daran erinnert, dass in dir drinnen auch Licht ist. (Mudra 3)

Schritt4 = wieder von vorne

Dann öffnest du die Augen, schaust zum Himmel, 2. Runde Gayatri Mantra laut.

Mach mehrere Runden, so viele du möchtest.

Du kannst es auch drinnen üben, auch an Tagen, die bewölkt sind, und trotzdem zum Himmel schauen, mit dem Wissen, dass hinter den Wolken die Sonne ist.

Wenn du abends übst, dann ginge auch mit Kerze.

Das Gayatri Mantra ist eines der krassesten Tools, die ich kenne, um dunkle Gedanken und Gefühle zu vertreiben.

Die Handgesten (Mudras)

Quelle: svastha.net

Deine Adri